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Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat

Wir sind mit einem Programm da, das als ein konstanter Teil unserer Jahresaktivitäten durch die Jahre fortdauern wird: Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat

Der türkischer Romancier Yusuf Atılgan beschrieb diesen Menschen folgendermaßen: „In unserer Zeit existiert ein kurzlebiges Wesen, welches die vergangenen Jahrhunderte nicht kannten. Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat. Der Film, den er sich ansah, hat etwas mit ihm getan. Er ist keine Person, die lediglich an ihren Vorteil denkt. Er ist in Frieden mit den Menschen…“

In diesem Programm werden wir uns einen Film anschauen und dann wird nach den Filmaufführungen jeweils eine Person außerhalb des cineastischen Bereichs – also jemand, der kein Kinospezialist ist – eine Rede halten. Diese Person kann ein:e Journalist:in, Sozialwissenschaftler:in, Literat:in, Philosoph:in oder Aktivist:in sein. Die genannte Person wird in die Rolle des „Menschen, der gerade das Kino verlassen hat“ schlüpfen und darüber reflektieren, wie der eben aufgeführte Film auf sie wirkte und was er in ihr auslöste. Somit wird durch den Film eine Begegnungszone, vielleicht eine alternative Öffentlichkeit kreiert.

Die beiden diesjährigen Filme des Programmes sind:

Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat: Peter Waterhouse

9. Dezember 2022, 19:00 Uhr / Am Modenapark 8-9/6/ROI 1030 Wien

Autor Peter Waterhouse wird nach der Aufführung vom „Saroyanland“, das von der Reise des Autors William Saroyan berichtet, eine Rede halten. Das Dokudrama „Saroyanland“, das von der Rückkehr des amerikanisch-armenischen Schriftstellers William Saroyan in die anatolische Stadt, in der er auf die Welt gekommen ist, erzählt und so sich auch auf die Muttersprache fokussiert.

(SAROYANLAND, Regie: Lusin Dink, Frankreich, Türkei, Armenien, 2013, 72 min., OmdU)

Für Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=mFoKx51s4Ns

Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat: Max Zirngast

19. Dezember 2022, 19:30 Uhr / Soho Ottakring, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

Gemeinderat und Politologe Max Zirngast wird im Anschluss der Aufführung des Filmdramas von Ferit Karahan „Schulfriseur“, das die Geschichte kurdischer Kindererzählt, die in staatlichen Schulen physischer und psychologischer Gewalt ausgesetzt werden, eine Rede halten.

(SCHULFRISEUR, Regie: Ferit Karahan, Türkei 2021, 85 min., OmdU)

Für Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=RYu8NTnFl60

Die Diskussion findet in deutscher Sprache statt, für die Simultan­übersetzung ins ­Türkischer bitten wir um Reservierung von Kopfhörern unter: neuerwiener­diwan@gmx.at.

Eine Kollaboration zwischen Soho Studios und Neuer Wiener Diwan. Eintritt ist frei!

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